Saarländischer Einzelhandel profitiert vom Kaufkraftzufluss aus den Nachbarregionen

„Die jüngsten Marktdaten zur Kaufkraft und Zentralität belegen einmal mehr, in welchem Maße dem saarländischen Einzelhandel Kaufkraft von außen zufließt – insbesondere aus Rheinland-Pfalz, Lothringen und Luxemburg. Dies zeugt von der Attraktivität des saarländischen Einzelhandels, dessen Angebot auch in Zeiten des zunehmenden Onlinehandels stimmig ist. Vor allem für Kunden aus Lothringen und Luxemburg sind das günstige Preisniveau sowie die gute und schnelle Erreichbarkeit weitere wichtige Argumente für eine Shoppingtour ins Saarland“. So kommentierte IHK-Geschäftsführer Dr. Carsten Meier das Ergebnis der MB-Research „Marktdaten 2018“, die jetzt von der IHK Saarland veröffentlicht wurden.

Im Jahr 2018 wird der saarländische Einzelhandel der Prognose von MB-Research zufolge einen Umsatz in Höhe von 6,5 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften. Der Zentralitätswert liegt bei 111,3. Einkaufsmagneten sind vor allem die Städte Saarbrücken, Saarlouis, Homburg, Neunkirchen und St. Wendel. Mit einem Einzelhandelsumsatz von 1,6 Mrd. Euro, liegt die Landeshauptstadt unangefochten an erster Stelle, gefolgt von Saarlouis mit 549 Mio. und Homburg mit 442 Mio. Euro.


Stadt/Gemeinde                Zentralitätskennziffer

Saarlouis                        259,7
St. Wendel                      199,3
Homburg                        175,8
Losheim am See              173,7
Neunkirchen                    169,0
Saarbrücken                    149,1

Zwölf von 38 Städten und Gemeinden des Saarlandes mit über 10.000 Einwohnern haben eine Zentralität von über 100. Das bedeutet: In diesen Städten wird mehr Umsatz erzielt, als die dort wohnende Bevölkerung an Kaufkraft zur Verfügung hat. Alle anderen saarländischen Kommunen haben eine Zentralität von unter 100. Aus diesen Orten fließt mithin Kaufkraft in andere Kommunen ab. Grund hierfür ist  jedoch u.a. die zentralörtliche Gliederung. Demnach sind Gemeinden eingeteilt in  Oberzentren (Saarbrücken), Mittelzentren (fast alle Kreisstädte sowie Blieskastel, Dillingen, Lebach, Völklingen, St. Ingbert und Wadern) sowie Grundzentren. Da Grundzentren jeweils zu den Versorgungsbereichen der Mittelzentren und des Oberzentrums gehören, ist es verständlich, dass nicht jede Kommune die vorhandene Kaufkraft zu 100 Prozent binden kann. In den Grundzentren geht es vor allem darum, Güter und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs zur Verfügung zu stellen und damit die Grundversorgung zu sichern.

Die von der IHK veröffentlichten Zahlen geben einen Einblick in die Gesamtumsätze und Umsätze pro Einwohner saarländischer Städte und Gemeinden mit über 10.000 Einwohnern. Die fünf Städte und Gemeinden mit der höchsten einzelhandelsrelevanten Kaufkraft pro Einwohner sind:

Stadt/Gemeinde                Euro pro Einwohner

St. Wendel                        7.782
Kirkel                               7.355
Mandelbachtal                   7.270
Riegelsberg                       7.201
St. Ingbert                        7.132

Damit liegen die fünf Spitzenreiter allesamt über dem bundesweiten Durchschnitt von 6.924 Euro, wobei sich jedoch die durchschnittliche Kaufkraft im Saarland mit 6.571 Euro deutlich unter dem Bundesdurchschnitt bewegt.

Gute Position der Saar-Kommunen gegenüber Nachbarkommunen in Rheinland-Pfalz

Im Vergleich schneidet das Saarland mit seiner Zentralitätskennziffer von 111,3 deutlich besser ab als das Nachbarland Rheinland-Pfalz (95,1). Aber auch in unmittelbarer Nachbarschaft zum Saarland gibt es Städte, die deutliche Kaufkraftzuflüsse vorweisen können, wie z.B.:

Stadt                                Zentralitätskennziffer

Zweibrücken                     192,3
Trier                                191,5
Kaiserslautern                  175,1

Der hohe Wert für Zweibrücken mit seinem Factory Outlet Center belegt die starke Magnetfunktion des Outlets auf sein Umfeld. Zugleich unterstreicht die Kennziffer die starke Konkurrenzsituation für die im Einzugsgebiet liegenden saarländischen Einzelhandelsbetriebe. „Die saarländischen Städte sind daher gefordert, in ihren Anstrengungen zur Verbesserung der Einkaufsqualität nicht nachzulassen. Zugleich sollte die Politik in Rheinland-Pfalz die wettbewerbsverzerrende Wirkung der zusätzlichen verkaufsoffenen Sonntage für das Factory Outlet Center in Zweibrücken aufheben, zumal der Rechtsgrund dieser gesetzlichen Sonderregelung, die auf dem Betrieb des Flughafens in Zweibrücken basierte, mit dessen Schließung entfallen ist“, so Meier.

Die komplette Übersicht der MB-Research-Studie „Marktdaten 2018“ für den Einzelhandel im Saarland mit Gemeinden über 10.000 Einwohnern ist als Download auf  www.saarland.ihk.de unter der Kennziffer 357 abrufbar.

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