Die Menschen in der Region Heilbronn-Franken geben nach dem Corona-Dämpfer wieder mehr Geld für Konsumgüter aus. Der stationäre Einzelhandel profitiert allerdings nur bedingt von der Wiederbelebung der Kaufkraft, wie die jüngste Kaufkraftanalyse der IHK Heilbronn-Franken zeigt.

„Die Corona-Pandemie hat Einzelhandel und Verbrauchern schwer zugesetzt. Jetzt haben die Menschen zwar wieder mehr Konsummöglichkeiten und auch mehr Geld zur Verfügung, unsere Händler aber rutschen von einer Krise in die nächste und profitieren längst nicht so stark vom Kaufkraftzuwachs, wie man annehmen müsste“, fasst die Hauptgeschäftsführerin der IHK Heilbronn-Franken, Elke Döring, die Ergebnisse der IHK-Kaufkraftanalyse 2023 für die Region zusammen.

Danach ist die sogenannte einzelhandelsrelevante Kaufkraft, also das Geld, das für Konsumgüter zur Verfügung steht, seit 2021 ähnlich wie in Bund und Land um knapp zwölf Prozent deutlich angestiegen. In den Jahren 2019 bis 2021 war sie noch um mehr als vier Prozent eingebrochen.

Vergleichbar ist die Situation beim Einzelhandelsumsatz (ohne Onlinehandel). Die Geschäfte in der Region verzeichneten in den zurückliegenden zwei Jahren ein Umsatzplus von mehr als 13 Prozent und liegen damit leicht unter dem Bundes- und Landesdurchschnitt. „Allerdings ist dieser enorme Anstieg auch auf die hohe Inflation zurückzuführen und nicht auf eine sprunghaft wiederbelebte Kauflaune. Das Konsumverhalten ist nach wie vor von großer Unsicherheit geprägt. Rechnet man die deutlich gestiegenen Kosten der Händler hinzu, bleibt längst nicht so viel wie erwartet in den Kassen der Geschäftsleute“, analysiert Elke Döring.

Land- und Stadtkreis Heilbronn weisen mit jeweils mehr als 7.800 Euro die höchste einzelhandelsrelevante Kaufkraft pro Kopf in der Region auf. Alle Landkreise – mit Ausnahme von Main-Tauber – liegen leicht über dem Bundesdurchschnitt.

Entscheidend für den Erfolg der Einzelhändler ist aber auch, wieviel Kaufkraft im Ort gebunden werden kann, also wieviel Geld die Menschen dort ausgeben, wo sie wohnen. Laut der Kaufkraftanalyse fließen mehr als 20 Prozent des verfügbaren Guthabens (1.480 Euro pro Kopf) nicht in den stationären Einzelhandel, sondern werden online oder in anderen Regionen ausgegeben. Vor Ort ausgegebene wird das Geld in erster Linie für Nahrungsmittel, mit deutlichem Abstand gefolgt von Produkten aus dem Baumarkt.

Zum ersten Mal wurde in der Kaufkraftanalyse auch die Kaufkraftbindungsquote in der Region erhoben. Gebiete mit einer Quote über 100 Prozent haben mehr Kaufkraftzuflüsse als -abflüsse, in Gebieten unter 100 Prozent ist es genau umgekehrt, sie verlieren Kaufkraft. Während das Oberzentrum Heilbronn und die Mittelzentren mit Ausnahme von Bad Mergentheim allesamt über 100 Prozent liegen, schaffen es die Unterzentren kaum oder nur schwer, den Kaufkraftabfluss auszugleichen. Elke Döring: „Der Druck auf die Einzelhändler – vor allem im ländlichen Raum – hält trotz verbesserter Kaufkraft unvermindert an. Der Online-Handel bleibt die große Herausforderung für unsere Händler, aber längst nicht die einzige.“

Info: Die Kaufkraftanalyse der IHK Heilbronn-Franken wird alle zwei Jahre erstellt und berücksichtigt Kaufkraft allgemein, einzelhandelsrelevante Kaufkraft, Einzelhandelsumsatz, Zentralität und Kaufkraftbindung.

Die detaillierte Kaufkraftanalyse für die Kommunen, Stadt- und Landkreise finden Sie im Anhang zu dieser Pressemitteilung oder zum Download unter der Dokumentennummer 4703470 auf

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