„European ENGAGED University (EEU)“ entwickelt ein zukunftsweisendes Bildungs- und Forschungssystem, das als Innovationsmotor für die Regionalentwicklung wirkt – Studieren in Europa ohne bürokratische Hürden.

Mit dem EU-Programm sollen neue, innovative Hochschulmodelle in Europa entwickelt werden, die die Ziele Europas durch einen offenen Bildungs- und Forschungsraum und gemeinsame Rahmenbedingungen fördern und unterstützten. Die Hochschule Bremen (HSB) verfügt seit Jahrzehnten bereits über acht Studiengänge, die Europa im Fokus haben. Mit ihrem internationalen Profil ist sie bereits heute mit 230 Erasmuspartnern in Deutschland führend. Die EU-Forschungsförderungsprogramme spielen bei der HSB eine zentrale Rolle.

Auf der Basis der seit Jahrzehnten bestehenden engen Partnerschaft mit der Hanzehoogeschool Groningen, Niederlande und weiteren europäischen Partnern in Irland, Portugal, Finnland und Rumänien wurde am 26. Februar 2020 für den zweiten Call der EU zur „European Universities Initiative“ ein Antrag eingereicht, über den im Sommer entschieden wird. Damit ist die HSB als zweitgrößte wissenschaftliche Einrichtung des Landes Bremen, neben der Universität Bremen, an dieser Initiative beteiligt.

Alle ENGAGED-Hochschulen verbindet die Leitidee, als wissenschaftliche Einrichtung, eng mit anderen lokalen Akteuren aus Wirtschaft und Gesellschaft, an den regionalen Herausforderungen und damit an den Zukunftsthemen Europas mitzuwirken. Die ENGADED University versteht sich als „Impactfaktor“ für die regionale Entwicklung.

Ziel ist es, den Know-how-Austausch zwischen den europäischen Partnerhochschulen und lokalen und regionalen, privaten und öffentlichen Stakeholdern deutlich verbessern. ENGAGED wird ein neues Modell für die europäische Universität entwickeln, bei dem der Universitätscampus neu definiert wird, um ein zukunftsorientiertes Europa aufzubauen.

Die European ENGAGED University (EEU), will ihren Studierenden einen innovativen, flexiblen und vielfältigen Zugang zu den Studienangeboten schaffen. Noch ist es Zukunftsmusik: So soll die Einschreibung an der HSB ausreichen, um an einer europäischen Partner-Hochschule zu studieren. Das Arbeitsprogramm ist der Schaffung und Entwicklung neuer und innovativer Lehr- und Lernstrategien gewidmet. „Als ‚Europäische Universität‘ möchten wir das vollenden, was der so genannte Bologna-Prozess zwar angestoßen, aber nicht zu Ende gebracht hat,“ erklärt Rektorin Prof. Dr. Karin Luckey. „So soll es möglich sein, mit einem einzigen Studierendenausweis in einer der insgesamt sechs Partner-Hochschulen zu studieren. Und zwar nach einheitlichem Lehrplan, in verschiedenen Sprachen, mit einem europäischen Abschluss, verbunden mit Kenntnissen über die verschiedenen europäischen Kulturen.“

Ist der Antrag erfolgreich, sollen innerhalb der kommenden drei Jahre gemeinsam neue akkreditierungsfähige, praxisorientierte Bachelor-Studiengänge mit einem einheitlichen Abschluss („Joint Degree“) entwickelt werden. Konkret soll eine Curriculum-Werkstatt eingerichtet werden, in der Lehrende und Studierende gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Praxis auf Augenhöhe gemeinsam Konzepte entwickeln. Perspektivisch ist darüber hinaus an gemeinsame Master- und Promotionsprogramme gedacht.

Gemeinsam werden Kompetenzen vermittelt, die für den technologischen, industriellen und gesellschaftlichen Wandel in Europa und den zukünftigen Arbeitsmarkt von zentraler Bedeutung sind. Dazu werden neue Kooperationsstrukturen geschaffen, wie das „EuroKnowledge Lab“, „Challenges Labs“ für den Transfer. Die Mobilitätsplattform und experimentelle Inkubatoren ermöglichen eine reibungslose Zusammenarbeit.

Die Forschungssysteme werden kooperieren, um zur nachhaltigen Entwicklung der Regionen beitragen zu können. Auch in der gemeinsamen Forschung soll es weniger bürokratische Hürden geben, damit Studierende, Promovierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammenarbeiten können.

Mit dem Programm wird der Grundstein gelegt, um eine uneingeschränkte Mobilität aller Mitglieder der Partneruniversitäten untereinander zu ermöglichen. „Wir haben in den letzten Wochen sehr intensiv und vertrauensvoll an dem Antrag gearbeitet, der durch die Hanzehoogeschool Groningen koordiniert wurde. Uns verbindet das Ziel, als europäische Hochschulen, Motor für das regionale Innovationssystem zu sein und transferorientierte Wissenschaft gemeinsam mit Wirtschaft, Politik und Verwaltung und der Zivilgesellschaft zu betreiben“, so Rektorin Prof. Dr. Karin Luckey. „Wir haben uns ehrgeizige Ziele gesetzt. Die EU-Initiative schafft uns mit diesem Programm einen hervorragenden Rahmen, um unsere strategische Entwicklung als internationale Hochschule in Europa fortzusetzen“. – „Damit reichen die Ziele über den Ausschreibungszeitraum von drei Jahren deutlich hinaus“, betont Karin Luckey. „Die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Hochschulsystems und damit deren Attraktivität sollen gesteigert werden. Und wir möchten eine Generation von Europäerinnen und Europäern gewinnen, die nicht nur zukunftsfähige Kompetenzen erwerben, sondern auch gemeinsame Werte und eine europäische Identität entwickeln. Damit greifen wir auch Ideen aus einer vielbeachteten Rede des französischen Präsidenten Emmanuel Macron aus dem Jahr 2017 auf.“

Hintergrund der Europäischen Hochschulinitiative
Ausgehend von einer vielbeachteten Rede des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron an der Pariser Sorbonne-Universität, wurde das Konzept der europäischen Hochschulen von der EU-Kommission mit den Mitgliedsstaaten auf den Weg gebracht. Bereits am ersten Call im vergangenen Jahr war es ein voller Erfolg. 54 Allianzen mit über 300 Hochschulen aus 28 EU-Mitgliedsstaaten haben Anträge eingereicht. 17 erfolgreiche Allianzen werden seitdem bereits mit insgesamt 85 Mill. Euro gefördert. Für den zweiten Call stehen voraussichtlich 120 Mill. Euro zur Verfügung.

Näheres zum Vorhaben: https://eu.daad.de/infos-fuer-hochschulen/programmlinien/foerderung-von-hochschulkooperationen/europaeische-hochschulen/de/66020-europaeische-hochschulen/

Der Antrag knüpft an das langjährige europäische Profil der HSB und ihre Impulsgebungsfunktion für die Region an. Damit bringt die Hochschule Bremen für den Antrag beste Voraussetzungen mit. Dass zeigt nach Auffassung der Rektorin zum einen die regionalwirtschaftliche Bedeutung der HSB in den vergangenen Jahrzehnten. „Seit jeher sind wir eng mit Unternehmen und Organisationen in der Region eng verbunden, sowohl über den Wissens- als auch den Forschungstransfer. Unsere Studierenden leisten dort ihre verpflichtenden Praktika ab. 90 Prozent der Abschlussarbeiten beinhalten konkrete Fragestellungen, die sich aus der betrieblichen Praxis ableiten. Von den etwa 1.600 Absolventinnen und Absolventen startet knapp die Hälfte in Bremen und der Region ins Berufsleben – in einzelnen Branchen wie der Luft- und Raumfahrtbranche sogar bis 80 Prozent. Damit bleiben mehr Absolventinnen und Absolventen in Bremen, als es dem Bremer Anteil bei den Studienanfängerinnen und -anfängern entspricht. Ein echter Zuwanderungsgewinn also.“

„In der Forschung haben wir unsere Aktivitäten in Clustern gebündelt, die sich an den Zukunftsfragen und regionalen Wirtschaftsschwerpunkten orientieren“, so Karin Luckey weiter. „Mit zahlreichen Institutionen arbeiten wir eng zusammen – zum Beispiel in praxisnahen Projekten oder über Abschlussarbeiten. Das schätzen unsere Partner aus Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur. Wir greifen aktuelle Entwicklungen auf, und stellen uns mit unserer ausgeprägten Reformorientierung den Herausforderungen der Zukunft. Wie verstehen uns als Zentrum der regionalen Entwicklungsstrategie, da wir uns mit Partnern aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft verzahnen und so einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Innovationsfähigkeit beitragen. Unsere Geschichte zeigt: Wir sind immer am Puls der Zeit.“

Dass sich die Hochschule Bremen bereits heute im Sinne des Verbundantrages als Hochschule in und für Europa versteht, belegen die zahlreichen Hochschulkooperationen mit Partner-Universitäten in praktisch allen europäischen Staaten sowie internationale zahlreiche Studienprogramme, von den einige seit Jahrzehnten einen unmittelbaren inhaltlichen Bezug zu Europa aufweisen, wie „Europäischer Studiengang Wirtschaft und Verwaltung“, „European Finance and Accounting“, „Buisiness Administration“ mit Doppelabschlüssen unter anderem Spanien und Frankreich, Master in „European Studies“ oder „European Asian Management“ sowie als Gründungmitglied der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH).

Mit folgenden Partnern hat die HSB den Antrag gestellt:
Hanzehogeschool Groningen Netherlands
INSTITUTO POLITECNICO DE BRAGANCA Portugal
UNIVERSITATEA ALEXANDRU IOAN CUZA DIN IASI Romania
WATERFORD INSTITUTE OF TECHNOLOGY Ireland
TAMPEREEN AMMATTIKORKEAKOULU OY Finland

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