
Austausch, Einordnung und Weiterentwicklung
Der erste Tag im Hotel Sonnenhof stand im Zeichen der fachlichen Einordnung und des Austauschs. Den Auftakt bildete Daniela Budach vom Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg e.V. (ISTE), der die Digitalisierung aus Verbandssicht einordnete und anhand von Praxisbeispielen die Chancen für die Branche aufzeigte.
In den anschließenden Vorträgen von David Schmidt und Jan Blumenröder (PRAXIS EDV-Betriebswirtschaft- und Software-Entwicklung AG) ging es von grundlegenden Überlegungen zur Prozessorganisation bis hin zu konkreten Lösungen. „Hinter den Kulissen der Prozessorganisation“ sowie „Gestern, Heute, Morgen – von unterschätzten Klassikern und neuen Highlights“ zeigten, dass Digitalisierung nicht nur aus neuen Funktionen besteht, sondern vor allem aus dem Zusammenspiel bewährter Werkzeuge und gezielter Weiterentwicklung.
Praxisberichte und konkrete Umsetzung
Ein weiterer Programmpunkt war ein moderiertes Interview, geführt von Mirjam Rolapp (PRAXIS EDV), mit Projektbeteiligten der Lukas Gläser GmbH & Co. KG. Dabei schilderten Dr. Peter Antweiler, René Hartgeschwend und Aldin Mehic (Lukas Gläser GmbH & Co. KG) ihre Erfahrungen aus der Einführung und dem Einsatz der Lösung im laufenden Betrieb des Schotterwerks Zwingelhausen.
Aufbauend auf diesen Praxisberichten folgte der zentrale Fachvortrag von Beate Volkmann (Vorstand PRAXIS EDV), in dem die zugrunde liegende Branchenlösung im Detail erläutert wurde. Am Beispiel der Lukas Gläser GmbH & Co. KG wurde aufgezeigt, wie eine durchgängige digitale Prozesssteuerung – von der Einfahrt über Verwiegung und Verladung bis hin zur Ausfahrt – im Echtbetrieb umgesetzt werden kann. Dieser Vortrag bildete zugleich die Grundlage für die Werksexkursion am darauffolgenden Tag.
Anschließend gab es Raum für Fragen und Diskussionen sowie einen Ausblick auf künftige Weiterentwicklungen innerhalb der WDV-Systemwelt, auch mit Blick auf Künstliche Intelligenz.
Kommunikationspausen waren ein zentrales Element des Programms. Sie boten den Teilnehmern die Möglichkeit, zwei PRAXIS-Lösungen direkt auf den jeweiligen Endgeräten kennenzulernen – die PxPAuftragsApp als wichtiger Baustein des papierlosen Lieferscheins sowie die XR4309 für Radlader. Gleichzeitig nutzten Anwender mit unterschiedlichen Erfahrungsständen – von Neueinführungen bis hin zu langjährigem Einsatz – diese Zeiten, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und konkrete Ansätze für die eigene Praxis mitzunehmen.
Automatisierung im Echtbetrieb
Am zweiten Tag verlagerte sich der Fokus in die Praxis: Im Werk Zwingelhausen der Lukas Gläser GmbH & Co. KG erhielten die Teilnehmer Einblick in eine vollständig integrierte und automatisierte Prozesslandschaft.
Im Zentrum stand dabei die PRAXIS-Lösung PxP Hofsteuerung, die im Gemeinschaftsprojekt mit der Verladesteuerung der WÖHWA GmbH entwickelt wurde. Alle wesentlichen Abläufe im Werk werden digital miteinander verknüpft – von der Einfahrt über Verwiegung und Verladung bis hin zur Ausfahrt. Die vorgestellte Hofsteuerung basiert auf der WDV2024 TEAM und steuert die Prozesse im Zusammenspiel mit der Wiegetechnik in Echtzeit.
Die Abläufe im Werk zeigen, wie weit sich Automatisierung bereits heute umsetzen lässt: Fahrzeuge werden automatisch erkannt, Prozesse systemseitig gesteuert und Daten stehen allen Beteiligten ohne Verzögerung zur Verfügung. Manuelle Eingriffe beschränken sich auf die Punkte, an denen sie sinnvoll sind.
Für die Teilnehmer wurde damit greifbar, was digitale Prozessintegration im Alltag bedeutet – nicht als Konzept, sondern im laufenden Betrieb unter realen Bedingungen.
Vom Konzept zur Umsetzung
Die Kombination aus fachlicher Einordnung am ersten Tag und konkreter Anwendung im Werk am zweiten Tag erwies sich erneut als tragfähiges Veranstaltungskonzept. Sie ermöglicht nicht nur ein besseres Verständnis für technische Zusammenhänge, sondern vor allem die Übertragung auf die eigene betriebliche Praxis.
Deutlich wurde dabei auch: Die Digitalisierung in der Branche entwickelt sich weniger in großen Sprüngen als vielmehr durch konsequente Weiterentwicklung bestehender Prozesse. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel aus System, Organisation und Erfahrung.
Die 4. PRAXIS Anwendertage haben gezeigt, dass der Bedarf an Austausch und praxisnahen Lösungen in der Branche weiter wächst. Die hohe Teilnehmerzahl unterstreicht die Relevanz der Themen – ebenso wie das Interesse, Digitalisierung und Automatisierung nicht nur zu diskutieren, sondern konkret umzusetzen.
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