Live-Hacking und intelligente Lösungen für IT-Sicherheit

Wirtschaftsspionage, Sabotage und Erpressung: Unternehmen drohen in der neuen Cyberwelt der Industrie 4.0 Gefahren von vielen Seiten. Sichere Kommunikation per Verschlüsselung ist ein essentieller Bestandteil eines wirksamen Schutzes für Unternehmen und Mitarbeiter. Im letzten Vortrag im Rahmen des Industriedialogs vor der Sommerpause erfahren Interessierte am Montag, 4. Juni wie schnell ein Server lahmgelegt, in Wlan-Netze eingebrochen und „günstig“ eingekauft wird. Der Vortrag beginnt um 17.30 Uhr in der Aula der Hochschule, Beethovenstraße 1. Die Teilnahme am Vortrag ist kostenlos.

Tatort: Eine Schweizer Uhrenfirma. Mit drei Klicks wurde der Verkaufspreis im Online-Shop eines Schweizer Uhrenherstellers so manipuliert, dass die 1.250 Euro teure Uhr zum Schnäppchenpreis von 12,50 Euro gekauft werden konnte. Nicht erst seit diesem Fall gilt: Wer sich vor Angriffen aus dem Netz schützen will, sollte die Arbeitsweise von Hackern genau kennen. Während des Vortrags an der Hochschule führen Spezialisten im Live-Hacking der Firma Syss GmbH eindrucksvoll und direkt vor Augen, wie leicht es ist, an die Daten Dritter zu gelangen. Durch Live-Hacking werden auch jene Mitarbeiter für IT-Sicherheit sensibilisiert, für die digitale Angriffe bislang nur eine abstrakte Bedrohung darstellten.


Zudem präsentieren sich beim Vortrag zwei Startup-Unternehmen des Innovationszentrums Aalen. Die Firma Cian Concepts erstellt individuelle Produkte und Schutzlösungen für kleine und mittelständische Unternehmen. Martin Neuner, Gründer von Cian Concepts, gibt Tipps und Infos, wie Unternehmen ihr Knowhow wirksam vor Hackerangriffen schützen können. Mirko Ross ist CTO der Firma Blackpin, einem sicheren Messanger-Dienst für Unternehmen. Die B2B-App der Blackpin GmbH erlaubt Firmen mit ihren Mitarbeitern, Partnern und Kunden in einem absolut gesicherten und geschlossenen Raum nach höchstem deutschem medizinischem Standard zu kommunizieren. Mirko Ross berät zudem die EU in Sachen Cybersicherheit als Mitglied im Expertenrat für Sicherheit im Internet der Dinge der Europäischen Cybersicherheits-Agentur ENISA. Das Innovationszentrum an der Hochschule Aalen ist ein von der EU gefördertes Leuchtturmprojekt, das partnerschaftlich von der Hochschule Aalen und der Stadt Aalen betrieben wird. Ziel ist es, Unternehmensgründungen aus der Hochschule Aalen und der Region zu fördern sowie den Technologietransfer zu unterstützen und die Innovationskraft von Unternehmen, insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen, zu stärken.

Das vollständige Programm und weitere Informationen zu den geplanten Veranstaltungen des Industriedialogs der Hochschule Aalen gibt es unter www.hs-aalen.de/i40dialog. Der Vortrag kann auch im Live-Stream unter www.medienzentrum.htw-aalen.de/aalenlive.html verfolgt werden.

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