Im letzten Jahr ist der Umschlag in den saarländischen Häfen an Saar und Mosel um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 3,185 Millionen Tonnen gestiegen. Damit betrug die transportierte Gütermenge nach dem niedrigwasserbedingten erheblichen Rückgang im Jahr 2020 nun zum zweiten Mal infolge wieder mehr als drei Millionen Tonnen. Bis zum Wiedererreichen des Spitzenwertes von rund fünf Millionen Tonnen im Jahr 2017 ist es aber noch ein weiter Weg. Wesentliche Gründe für die positive Entwicklung im letzten Jahr waren günstigere Wasserverhältnisse auf dem Rhein im Frühjahr sowie die Wiederaufnahme der Steinkohleverstromung.

„Die erneute Zunahme der transportierten Gütermenge unterstreicht einmal mehr, wie wichtig gut ausgebaute Wasserwege mit ausreichender Wassertiefe für den Transport von Massengütern gerade für die Saarwirtschaft sind. Deshalb halten wir an unserer Forderung fest und appellieren nachdrücklich an Bundesverkehrsminister Volker Wissing, die Fahrrinne am Mittel- und Niederrhein zu vertiefen. Denn nur so kann es in Zukunft gelingen, die sich häufenden Niedrigwasserzeiten zu bewältigen. Zudem wäre dies ein wichtiges Signal, damit zusätzlicher Verkehr von der Straße auf die Wasserstraße verlagert werden kann.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé die aktuellen Zahlen des Statistischen Amtes Saarland zur Entwicklung der Binnenschifffahrt.

„Als ebenso wichtig wie die Rheinvertiefung erachten wir den Ausbau der Moselschleusen. Denn die inzwischen weit über 60 Jahre alten und entsprechend störanfälligen Bauwerke stellen einen weiteren Engpass im Binnenschifffahrtsnetz auf dem Weg vom und ins Saarland dar. Deshalb sehen wir auch hier den Bundesverkehrsminister in der Pflicht, den Ausbau der Moselschleusen deutlich zu beschleunigen“, so Dr. Thomé.

Zum Hintergrund: Rund die Hälfte der umgeschlagenen Gütermenge entfallen auf Erze, Steine und Erden sowie Kokerei- und Mineralölerzeugnisse. Mit über 700.000 Tonnen folgen Roh- und Brennstoffe wie Kohle, rohes Erdöl und Erdgas. Umgekehrt gehen Metalle und Metallerzeugnisse im Umfang von 750.000 Tonnen auf dem Wasserweg in den Versand – ein Großteil davon ins Ausland. Größte Kunden für die  Binnenschifffahrt sind weiterhin die saarländische Stahlindustrie sowie die Bau- und Energiewirtschaft.

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