
Zwischen Strategie und Wirklichkeit klafft allerdings eine Lücke. Aktiv durch das Top-Management gesteuert wird KI laut der Studie nur in 39 Prozent der Unternehmen. Bei „Trusted AI", dem verantwortungsvollen und vertrauenswürdigen Einsatz von KI, sieht es ähnlich aus: 53 Prozent haben einzelne Maßnahmen dazu etabliert, aber nur 33 Prozent steuern das Thema strategisch und organisationsweit. Hinzu kommt ein neues Führungsthema: Agentic AI, also KI-Systeme, die Arbeitsschritte zunehmend eigenständig koordinieren, gewinnt rasant an Bedeutung. 86 Prozent der befragten Unternehmen sehen darin bereits strategische Relevanz. Als größte Risiken nennen sie Fehlinformationen sowie Datenschutz-, Sicherheits- und Compliance-Anforderungen, und 65 Prozent gehen davon aus, dass der EU AI Act ihren Umgang mit KI schon heute maßgeblich beeinflusst.
Für das KHMI bestätigt die Studie eine Beobachtung aus der eigenen Praxis: Der Engpass liegt selten am Willen, sondern an der Kompetenz, KI-Transformation tatsächlich zu führen. Wer entscheidet, wenn KI-Agenten eigenständig Arbeitsschritte übernehmen? Wer verantwortet die Ergebnisse? Und wie lässt sich das im Rahmen von EU AI Act und DSGVO sauber organisieren? Fragen wie diese verlangen Wissen, das mit klassischem Führungshandwerk bisher wenig zu tun hatte.
„Die Lücke zwischen Strategie und Steuerung ist eine Kompetenzlücke, kein Motivationsproblem, und genau hier setzt die Weiterbildung an", sagt Dr. Maria Davydchik, Institutsleiterin des KHMI.
Am 22. September 2026 startet am KHMI deshalb die Weiterbildung „KI-Strategie & Change Management". Neun Wochen lang lernen Führungskräfte und Manager:innen, KI-Strategien zu entwickeln, Transformationsprozesse zu leiten und die regulatorischen Anforderungen der KI-Ära, von der KI-Governance bis zum EU AI Act, zu meistern. Technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Weiterbildung ist AZAV-zertifiziert und über den Bildungsgutschein förderbar, für Unternehmen ist zusätzlich eine Förderung nach dem Qualifizierungschancengesetz (§82 SGB III) möglich. Am Ende steht eine vollständige KI-Strategie für das eigene Unternehmen oder einen Geschäftsbereich, inklusive Roadmap und Change-Management-Plan.
Weitere Informationen zur Weiterbildung und zu den Fördermöglichkeiten unter www.khmi.de.
Quellen
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (2026): Generative KI in der deutschen Wirtschaft 2026. kpmg.com/de/de/themen/digital-transformation/kuenstliche-intelligenz/studie-generative-ki-in-der-deutschen-wirtschaft-2026.html
Das Karlshochschule Management Institut (KHMI) ist ein An-Institut der Karlshochschule International University. Es bietet praxisorientierte KI-Weiterbildungen, die wissenschaftlich fundiert und zugleich unmittelbar anwendbar sind, für Menschen mit Berufserfahrung in Kreativberufen, Management und Technologie sowie für Unternehmen. Die Programme sind AZAV-zertifiziert und über einen Bildungsgutschein förderbar. Für abgeschlossene Module können im Rahmen der hochschulrechtlichen Vorgaben ECTS-Punkte vergeben und auf weiterführende Studiengänge angerechnet werden.
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