Hochschule Kaiserslautern kürt Sieger im 4. Lautrer Solar Power Competition

Nach drei erfolgreichen Wettbewerben rund um das Thema Solarenergie, bei denen Gruppen von Schülerinnen und Schülern aus ganz Rheinland-Pfalz und den angrenzenden Bundesländern mit innovativen Konzepten um Preise wetteiferten, die vom VDE gestiftet waren, startete die Hochschule Kaiserslautern 2018 einen neuen Wettbewerb. Am heutigen Nachmittag wurden die Sieger des Wettbewerbs ermittelt und mit Preisen geehrt.

Der diesjährige Wettbewerb beschäftigte sich mit unserem wertvollsten Gut – sauberem Trinkwasser. Dieses wird gerade in sehr trockenen Regionen der Erde zunehmend aus Meerwasser gewonnen. Eine Nutzung von Sonnenenergie liegt hier nahe. So ging es diesmal um die Entwicklung einer Meerwasserentsalzungsanlage, bei der der größte Teil der dafür nötigen Energie von der Sonne stammen sollte.


Zum Wettbewerb zugelassen waren Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 bis 11. Sie hatten zwei Monate Zeit für den Bau einer funktionstüchtigen Anlage, wobei sie frei in der Gestaltung der Art der Anlage und im Einsatz der Mittel waren. Im Vorfeld hatten sich elf Teams aus Kaiserslautern und der Region beworben. Am heutigen Wettbewerbstag trafen sich nun diejenigen am Campus Kammgarn der Hochschule in Kaiserslautern, denen es gelungen war, eine Anlage zu konstruieren, von der sie erwarteten, dass sie den Wettbewerbsbedingungen standhält. Insgesamt sechs Teams stellten sich bei besten Wettbewerbsbedingungen der Endausscheidung und bauten bei strahlendem Sonnenschein ihre Anlagen auf.

Am weitesten war das Team aus Betzdorf vom dortigen Freiherr-vom-Stein-Gymnasium angereist. Sie hatten – wie die meisten anderen Teams auch – eine ausrangierte Satellitenschüssel mit Alufolie beklebt, um die Sonnenenergie einzufangen mit deren Hilfe sie das Salzwasser erhitzten. Auch alles andere an der Anlage war Do-it-yourself: ein Mini-Gewächshaus an dessen Wänden sich das verdunstete Wasser niederschlug und ein ausgedientes Bierfässchen, das als Auffangbehälter für das destillierte Wasser diente – dazu jede Menge Gummischläuche, Holzscheite und Kissen zu Abstützen. Aber es funktionierte, wie die betreuende Lehrerin Christina Kunz erfreut feststellte – und das sogar sehr gut: Dem Team war es gelungen, die größte Menge Trinkwassers pro m² Absorberfläche zu gewinnen. Mit Absorberfläche war die Fläche gemeint, die notwendig ist, um die benötigte Energie für die Wasserentsalzungsanlage zur Verfügung zu stellen. Da Funktionsfähigkeit und die Leistung die wichtigsten Bewertungskriterien im vom ingenieurwissenschaftlichen Studiengang „Energieeffiziente Systeme“ ausgerichteten Wettbewerb waren, belegte das Team aus Betzdorf mit Fabrizio Mühlon, Hauke Weil, Florian Franz, Lynn Bröhl, Marie Kleine-Stevermuer, Paul Milosevic, Paul Kühn, Sebastian Weber, Noah Becher und Jonas Hambürger den 1. Platz in der Kategorie Leistung, der mit von 400.- Euro dotiert war.

Den zweiten Platz in der Kategorie Leistung belegten Tobias Hippel, Simon Scheib und Nils Gesmann vom Wilhelm-Erb-Gymnasium in Winnweiler, die mit ihrem Lehrer Dr. Harry Fuchs eine Anlage aufgebaut hatten, für die sie sich in der Chemieabteilung ihrer Schule professioneller Ausrüstung bedient hatten. Dennoch zeigte die kupferne Destille, die mithilfe von Sonnenenergie erhitzt wurde, ebenfalls gewonnen mit einer alubeschlagenen Satellitenschüssel, unter Wettbewerbsbedingungen Schwächen. Diese konnte das Team aber noch rechtzeitig ausgleichen, um den zweiten Platz, dotiert mit 300.- Euro zu erlangen.

Den Preis für Kreativität und Innovation in Höhe von 200.- Euro schließlich gewannen Josua Schmitz, Niko Nahrings und Leon Poppelreiter von der Berufsbildenden Schule Vulkaneifel aus Gerolstein für die, wie die Jury fand, „beste Selbstbaulösung die auch funktionierte und großes Potential hat“. Sie wurden betreut und begleitet von Lehrerin Jessica Mittle-Heck und Lehrer Sven Heinen.

Prof. Dr. Matthias Hampel aus dem Fachbereich Angewandte Ingenieurwissenschaften, der den Wettbewerb initiiert und geleitet hatte und Prof. Dr. Karsten Glöser, der den VDE vertrat und die Preise überreichte, freuten sich über den Eifer, mit dem die Schülerinnen und Schüler bei der Sache waren und auch neben dem Unterricht Einsatz brachten.

Der Wettbewerb wurde gefördert durch das Programm "Wissen schafft Zukunft" des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz.

Weitere Info zum Wettbewerb unter: http://www.hs-kl.de/lspc 

Die Siegerteams:

Kategorie Leistung Platz 1 (400.- Euro):
Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Betzdorf mit dem Team „FvSGy-2“ unter Leitung von Christina Kunz
Fabrizio Mühlon, Hauke Weil, Florian Franz, Lynn Bröhl, Marie Kleine-Stevermuer, Paul Milosevic, Paul Kühn, Sebastian Weber, Noah Becher, Jonas Hambürger

Kategorie Leistung Platz 2 (300.- Euro):
Wilhelm-Erb-Gymnasium Winnweiler mit dem Team „WEG-Solar-Power 1“ unter Leitung von Dr. Harry Fuchs
Tobias Hippel, Simon Scheib und Nils Gesmann

Kategorie Kreativität und Innovation (200.- Euro):
Berufsbildende Schule Vulkaneifel, Gerolstein mit dem Team TBD unter Leitung von Jessica Mittle-Heck und Sven Heinen
Josua Schmitz, Niko Nahrings und Leon Poppelreiter

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Hochschule Kaiserslautern
Schoenstraße 11
67659 Kaiserslautern
Telefon: +49 (631) 3724-0
Telefax: +49 (631) 3724-2105
https://www.hs-kl.de

Ansprechpartner:
Elvira Grub
Pressearbeit
Telefon: +49 (631) 3724-2163
Fax: +49 (631) 3724-2334
E-Mail: presse@hs-kl.de
Wolfgang Knerr
Pressestelle Campus Zweibrücken
Telefon: +49 (631) 3724-5136
E-Mail: wolfgang.knerr@hs-kl.de
Christiane Barth
Pressestelle Campus Pirmasens
Telefon: +49 (631) 3724-7081
E-Mail: christiane.barth@hs-kl.de
Prof. Dr. Matthias Hampel
Telefon: +49 (631) 3724-2217
E-Mail: matthias.hampel@hs-kl.de
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.