
Die Veranstaltung drehte sich um persönliche Entwicklung, um Austausch unter den Teilnehmenden und um die Frage, was ein erfülltes Leben ausmacht. Lars Amend war einer der Redner des Tages. Gemeinsam mit Daniel Meyer hatte er „Dieses bescheuerte Herz“ veröffentlicht. Die Verfilmung von Marc Rothemund kam im Dezember 2017 in die Kinos. Elyas M’Barek spielt darin den Lebemann Lenny, eine an Amend angelehnte Figur. Philip Noah Schwarz verkörpert den herzkranken Jugendlichen David, hinter dem Daniel Meyer steht.
In Eppstein schilderte Amend, wie er Daniel als 15-Jährigen in einem Kinderhospiz kennenlernte. Daniel ist seit seiner Geburt schwer herzkrank. Seine Lebenserwartung war damals so gering, dass niemand fest davon ausging, dass er seinen 16. Geburtstag erleben würde. Zwischen den beiden entstand eine enge Freundschaft. Sie schrieben eine Liste mit Dingen, die Daniel noch erleben wollte, und arbeiteten sie gemeinsam ab. Aus diesen Erlebnissen wurde zunächst das Buch und später der Film.
Dann folgte ein Satz, mit dem im Saal kaum jemand gerechnet hatte: „Daniel ist heute unter uns.“ Der heute 29-Jährige stand auf und kam auf die Bühne. Bestsellerlisten und Kinoerfolg spielten in diesem Moment keine Rolle mehr. Vor den Gästen stand der Mensch hinter einer Geschichte, die Millionen Menschen aus Buch und Kino kennen. Im Saal wurde es still, viele Gäste waren sichtlich bewegt.
Daniels gesundheitliche Lage ist weiterhin ernst. Nach Angaben, die auf der Veranstaltung gemacht wurden, liegt seine Herzleistung derzeit bei rund acht Prozent. Im kommenden Februar wird er 30 Jahre alt.
„In diesem Moment war im ganzen Raum eine unglaubliche Dankbarkeit und Liebe zu spüren“, sagt Maurice Bork, Gründer von Die Wichtigste Stunde und Veranstalter des Tages. „Da steht plötzlich der echte Daniel vor dir. Ein Mensch, dem schon als Jugendlichem gesagt wurde, wie begrenzt seine Zeit möglicherweise ist. Und heute steht er mit 29 Jahren auf dieser Bühne. Für mich war das einer dieser seltenen Momente, in denen einem schlagartig bewusst wird, wie wertvoll jeder einzelne Tag ist.“
Für Bork geht die Botschaft des Auftritts über klassische Persönlichkeitsentwicklung hinaus: „Wir reden so viel darüber, erfolgreicher zu werden, Ziele zu erreichen und unsere Träume zu verwirklichen. Aber vielleicht beginnt persönliche Entwicklung an einer ganz anderen Stelle: zu begreifen, dass dieser Tag heute ein Geschenk ist. Nicht irgendwann zu leben. Nicht irgendwann glücklich zu sein. Sondern jetzt.“
Informationen zum Netzwerk und zu kommenden Veranstaltungen von Die Wichtigste Stunde gibt es unter www.die-wichtigste-stunde.de.
Die Wichtigste Stunde ist ein Netzwerk für persönliche Weiterentwicklung, das von Maurice Bork gegründet wurde. Mehr als 1.500 Menschen gehören zur Community. Sie wollen sich persönlich und beruflich weiterentwickeln und unterstützen sich gegenseitig dabei, ihre Ziele umzusetzen. Neben digitalen Formaten organisiert Die Wichtigste Stunde regelmäßig Live-Events, regionale Treffen und gemeinsame Mastermind-Reisen.
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